Feuerverzinken von Betonstahl

Spätestens seit der Berichterstattung in den Medien über den maroden Zustand der Rader Hochbrücke und durch die Betonsanierung des Kanaltunnels ist das Wort Betonkorrosion jedem geläufig.

Betonkorrosion

Betonkorrosionen entstehen durch die Beanspruchungen aus der Umwelt und Fehlern in der Verarbeitung des Baustoffs. Beton wird in unterschiedlicher Qualität produziert und für die verschiedensten Aufgaben eingesetzt. Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, die dieser Baustoff bietet, sowie der Umstand, dass er in seiner endgültigen Form meist erst auf der Baustelle hergestellt wird, führen nicht selten zu Ausführungs- oder Planungsfehlern.


Im Beton eingelegte herkömmliche Bewehrung ist nach der Herstellung zunächst einmal durch die hohe Alkalität des Betongefüges passiviert und damit geschützt. In Abhängigkeit von der Porigkeit des Betongefüges und der Betonüberdeckung des einliegenden Bewehrungsstahls verschlechtert bzw. verbessert sich auch der Korrosionsschutz. Durch äußere Einwirkungen, die aus der Nutzung herrühren, kann die so genannte Karbonatisierung beschleunigt werden, z. B. durch Auftrag von Streusalz bei befahrenden Betonkonstruktionen. Dieser natürlich ablaufende Prozess der Karbonatisierung kann aber durch den Auftrag einer geeigneten Oberflächenbeschichtung auch verlangsamt werden, die Betonkorrosion wird zumindest verzögert.

Schäden

Lange galt die Meinung, dass Betonbauwerke praktisch während ihrer gesamten Nutzungszeit keinerlei Unterhalt erfordern. Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte hat gezeigt, dass auch Betonkonstruktionen sachgemäß zu unterhalten sind und dass kleinere Schäden, wenn man sie nicht umgehend saniert und die Schadensursachen beseitigt, sich relativ schnell zu größeren Schäden auswachsen, die nur mit hohem Aufwand zu beseitigen sind.

Autorisierte Feuerverzinkerei

Wir sind autorisiert Betonstahl gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung Z 1.4-165 des Deutschen Instituts für Bautechnik (DiBt) Berlin zu feuerverzinken.


Schutz durch Feuerverzinken


Eine Feuerverzinkung ist seit Jahrzehnten ein bewährter Korrosionsschutz für Stahl und auch für Betonstahl eine wirkungsvolle, langlebige Schutzalternative. Im Gegensatz zu anderen Verfahren geht beim Feuerverzinken das Zink mit dem Betonstahl eine unlösbare Legierungsverbindung ein und stellt damit einen langlebigen Schutz dar. Betonkorrosion wird so zuverlässig verhindert. Langzeituntersuchungen aus den USA, wo verzinkter Betonstahl seit Jahrzehnten verwendet wird, beweisen den hochwirksamen Schutz der Feuerverzinkung. Beispielsweise wurde an der 1972 erbauten Boca Chica Brücke in Florida im Jahre 1999 eine Dicke der Zinkschicht von 163 μm gemessen.


Feuerverzinkte Betonstähle unterliegen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-1.4-165.

Sie dürfen wie unverzinkte Betonstähle zur Bewehrung von Stahlbeton nach DIN EN 1992-1-1:2011-01 (Eurocode 2) unter Beachtung der Regeln dieser Zulassung verwendet werden. DIN EN 1992-1-1 gilt stets zusammen mit dem nationalen Anhang DIN EN 1992-1-1/NA.

Betonstähle

Diese Betonstähle dürfen feuerverzinkt werden:

Betonstähle nach DIN 488-1:2009-08:
- Betonstabstahl nach DIN 488-2:2009-08
- Betonstahl in Ringen (im gerichteten Zustand) nach DIN 488-3:2009-08
- Betonstahlmatten nach DIN 488-4:2009-08


Betonstähle nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung:
- Betonstabstahl
- Betonstahl in Ringen (im gerichteten Zustand)
- Betonstahlmatten



Wir verzinken Betonstahlmatten und Betonstähle für langlebige Bauwerke.